Im Zusammenhang mit dem regen, seit dem Tode König Ludwigs II. von Bayern möglichen Besuch von Schloss Neuschwanstein und dem deshalb rasch zunehmenden Touristenstrom sah die Aktienbrauerei Kempten eine Gelegenheit, ein neues Haus für den gehobenen Bedarf zu erstellen. Der normale Gast reiste damals mit der Bahn von Biessenhofen an, und er sollte schon vom Bahnhof aus die prächtige mit Erkern und Rundtürmen versehene Westfassade des neuen Hauses sehen können. - Wir sind der Geschichte vorausgeeilt! -
Die Planung für den neuen Bau erstellte der von München nach Füssen übergesiedelte, als Bauleiter in Hohenschwangau tätige Architekt Rudolf Leinweber. Das Projekt sollte dem Standard der Hohenschwangauer Häuser nicht nachstehen.
Vor Baubeginn musste ein Teil des Kastaniengartens geopfert und der hölzerne Stadel über dem Keller abgebaut werden. Nach guter Tradition wurde dieser Stadel als Schützenheim auf dem Ziegelberg wieder aufgebaut. Der extrem tief gelegene Bierkeller wurde erhalten, obwohl ein Teil der neuen Fundamente schräg über ihn hinweggebaut werden musste. Er diente bis 1954 als Bier- und Weinkeller. Als damals die Sebastianstraße zur Bundesstraße ausgebaut und über den Lech weitergeführt wurde, musste der Keller mit Kies aufgefüllt werden.
Im Jahre 1904 war der Bau mit seinen wundervollen Jugendstilfassaden mit Erkern, Türmchen und Windfahnen vollendet. Die Räume wurden bereits mit Dampfheizung temperiert und auf jeder Etage gab es - welch Luxus - Wasserklosett und Bad. Während die Gasträume im Erdgeschoß mit Gaslicht beleuchtet waren, gab es in allen Hotelzimmern elektrisches Licht.
Erster Direktor des damals als Gasthof klassifizierten Hauses war der international erfahrene (Waldorf Astoria, New York) Josef Schneider, der den »Hirschen« im Jahre 1911 von der Aktienbrauerei kaufte. Im Jahre 1916 heiratete Josef Schneider die verwitwete Sophie Bletschacher vom renommierten »Bamberger Hof« in München, die ihre beiden Söhne Fritz und Max mit nach Füssen brachte.
Das Hotel Hirsch beherbergte berühmte deutsche und internationale Persönlichkeiten aus Filmindustrie, Politik und Kunst.
Charles Bronson, Gina Lollobrigida, Steve McQueen, Otto von Habsburg, Theodor Heuss, Luis Trenker, Will Quadflieg, Sepp Herberger oder Ruth Leuwerik sind nur einige Beispiele berühmter Gäste im Hotel Hirsch zu Füssen.
Das im Jugendstil erbaute Hotel wird bereits seit vier Generationen von unserer Familie geführt. Wir haben modernen Komfort und bayerisches Ambiente elegant vereint. Die vier Ebenen des Neubautraktes des Hotel Hirsch sind den 4 Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft zugeordnet.
Der Künstler Achim Graf befasst sich in seinen Fotoarbeiten mit diesen Prinzipien und zeigt, wie sich das Sein in unterschiedlichen Mischungsformen in unserer Allgäuer Natur in schönster Ausprägung präsentiert.
Die Fotografien symbolisieren das Element ERDE im Erdgeschoß, im I. OG das Element WASSER, im II.OG das Element FEUER und im III.OG das Element LUFT. In der Chakrenlehre der vedischen Schriften, wie z.B. aus dem Yoga bekannt, wird der Erde die Farbe rot, dem Wasser die Farbe orange, dem Feuer die Farbe gelb und der Luft die Farbe grün zugeschrieben.
Diese Farbzuordnungen werden auf den vier Ebenen des Gebäudes mittels Farbgebung von Bodenbelägen und Kacheln aufgenommen.
In unserer neuen Hotel Broschüre bekommen Sie bereits einen ersten Eindruck in die symbolhaften Fotografien, die Sie in unseren neuen Zimmern finden.